Bitcoin Anfängerkurs

Altcoins & Token

Das es nicht nur Bitcoin gibt, ist Ihnen wahrscheinlich schon aufgefallen. ETH, BTC, ETC und viele andere Kürzel kann man kennenlernen. Doch was verbirgt sich dahinter? Wir durchleuchten mit Ihnen einmal den Stand von Coins, Tokens und Blockchains.

Eine Übersicht

Als aller erstes gebe Ich Ihnen mal die zwei wichtigsten Websites als Übersicht aller (mehr oder wenige) relevanten Coins und Tokens.

Auf der einen Seite hätten wir CoinMarketCap.com, die wohl am meisten genutzte und bekannteste Seite für die Übersicht der Coins und Ihrer derzeitigen und vergangenen Werte.

Auf der anderen Seite haben wir CoinGecko.com, ebenfalls unter den Top Seiten für die Übersicht der Werte von Coins und Token.

Beide werden Ihnen mehr oder weniger die selben Werte für die Coins anzeigen (wenn Sie nach Marktkapitalisierung filtern).

Hier können Sie einen Eindruck über die unermessliche Vielfalt an Coins und Token erhalten, die es derzeit auf dem Markt gibt. Jeden Tag kommen weitere hinzu und es sind nicht mal alle gelistet, die es gibt.

Blockchain Generationen

Erste Generation

Bitcoin und die verwendete Blockchain Technologie wird als die “Erste Generation” Blockchain bezeichnet. Da man Bitcoin einfach forken kann (fork = englisches Wort für Gabel. Wird in der Programmierung als Begriff für das Kopieren und verändern des kopierten Codes verwendet), entstanden andere auf Bitcoins Code basierende Coins wie Litecoin oder Bitcoin Cash. Diese haben dann zum Beispiel eine höhere insgesamt Menge an Coins, sind in der Bearbeitung einer Transaktion etwas schneller oder haben eine andere Verschlüsselung.

Zweite Generation

Ethereum, mit seinem Token Ether (ETH) gilt als die zweite Generation und befindet sich spätestens seit 2017 auf Platz zwei der Coins die am meisten Marktkapitalisierung haben. Das liegt unter anderem an ihrer neuen Technologie, die sogenannte “Smart Contracts” zur Verfügung stellen, womit ganz neue Einsatzgebiete für eine Blockchain eröffnet wurden. Ethereum spiegelt hierbei einen dezentralen Computer wieder, auf dem Smart Contracts erstellt und ausgeführt werden. Smart Contracts sind, kurzgesagt, Verträge die dezentralisiert erstellt und automatisch ausgeführt werden, sobald die Vereinbarungen erfüllt sind. Kein Mensch muss oder kann dazwischen stehen und diese Entscheidung validieren oder steuern.

Dritte Generation

Gerade 2018 scheint das große Jahr für die dritte Generation an Blockchains zu werden. Projekte wie EOS oder Cardano haben sich in die Top 10 der Marktkapitalisierung gekämpft und weitere Projekte spießen aus dem Boden die alle möglichen Probleme versuchen zu lösen. Die dritte Generation konzentriert sich vor allem auf Techniken wie Smart Contracts und weitere dieser Technologien, aber vor allem auf die Skalierung in Form von Transaktionen pro Sekunde.

Zukünftige Generationen

Und sogar die ersten Projekte, die sich versuchen von der Blockchain aus weiter zu entwickeln und deren Fehler und Schwächen (meistens die Skalierbarkeit) zu beheben, kommen zum Vorschein. Holochain (HOT) ist zum Beispiel ein solches Projekt, welches im Prinzip jedem Projekt eine eigene quasi-Blockchain zur Verfügung stellt und damit vor allem kleinere Transaktionen, wie das Senden eines Fotos oder kurzen Texts, in eine dezentralisierte Form gießt.

Coins, oder Token, oder was?

Ist man jetzt, wie Sie (wahrscheinlich), relativ neu im ganzen Geschehen, wir haben ja gerade mal erst an der Oberfläche eines Coins (Bitcoin) gekratzt, dann könnte man fälschlicherweise annehmen, dass all die anderen Dinge auch Coins sind. Aber das sind sie nicht.

Bitcoin ist eine digitale Währung und hat den gleichnamigen Coin “Bitcoin” (BTC). Ethereum ist aber schon nur noch das Projekt, auf dem der Token “Ether” (ETH) als Zahlungsmittel für, zum Beispiel, Smart Contracts verwendet wird. Ether ist aber in dem Sinne nicht, wie Bitcoin, als Zahlungsmittel designed worden. Daher ist Ether ein Token. Und von diesen Token gibt es viele verschiedene. Security Token, Utility Token, Equity Token etc. Alle erfüllen einen anderen Zweck innerhalb ihrer Blockchain (auch Mainnet genannt).

Das heißt, hinter jedem Token oder Coin befindet sich ein eigenständiges Projekt mit eigenen Anforderungen und Problemen die es zu lösen versucht. Manche sind ein Vergütungssystem für Social Media, andere stehen 1:1 für etwas, das in der realen Welt zur Verfügung gestellt wird, und so weiter.

Obwohl Bitcoin 2009 erstmals gestartet ist, fangen erst in den letzten paar Jahren ganz viele neue Projekte basierend auf dieser spannenden Technologie, genannt “Blockchain”, an zu entstehen. Manche davon machen Sinn. Viele, sehr viele, davon sind scam und versuchen einen nur um Geld zu bringen, und andere werden aus der Masse herausstechen und bauen bereits die Basis für die neue Art und Weise, wie die Menschheit in der Zukunft mit Geld und Daten umgehen wird. Spannende Zeiten liegen vor uns!

Whitepaper lesen & Informationen einholen

Sollten der Funke jetzt auf Sie überspringen und Sie verspüren den Drang entweder sich zu Informieren oder sogar in eines dieser Projekte zu investieren, dann rate ich Ihnen: Versuchen Sie sich mit jedem Projekt, in das Sie ihr Geld investieren, so weit wie möglich beschäftigen und zu verstehen, welches Problem es lösen will, wie es das Problem lösen will, was für ein Team dahinter steckt, und ganz wichtig: Lesen Sie das Whitepaper. Jedes Projekt hat eine eigene Website auf der Sie, in der Regel, das Whitepaper schnell findet sollten. Darin steht eine Zusammenfassung all der initialen Informationen die Sie benötigen um zu wissen, worum es dabei überhaupt geht.

Wallet erstellen und loslegen

Am Ende des Tages kann man die meisten bekannteren Coins und Token (Top 100) auf bekannten Plattformen wie Binance gegen Bitcoin oder Ether tauschen. Sie benötigen dann die Wallet des Tokens, entweder von der originalen Seite oder andere Wallets die den Token unterstützen. Der Rest ist dann wie bei Bitcoin auch. Empfangen, Senden, läuft!

Sie haben nun alle Grundlagen rund um Bitcoin und Blockchain gelernt. Im nächsten Kapitel möchte ich Ihnen noch ein paar warnende Worte und Denkanstöße mit auf den Weg zum Investor in Kryptowährungen geben.